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Wie berechnet man die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung bei einem positiven Testergebnis unter Berücksichtigung von Sensitivität und Spezifität?

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Antwort von AI

Um die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung bei einem positiven Testergebnis zu berechnen, wird die Bayes-Formel verwendet. Sie berücksichtigt die Sensitivität (Wahrscheinlichkeit eines positiven Tests bei Vorliegen der Krankheit), die Spezifität (Wahrscheinlichkeit eines negativen Tests bei Abwesenheit der Krankheit) und die a priori Wahrscheinlichkeit der Erkrankung (Prävalenz).

Bezeichnungen:

  • P(D) — Wahrscheinlichkeit der Erkrankung (Prävalenz)
  • P(¬D) — Wahrscheinlichkeit, die Krankheit nicht zu haben = 1 - P(D)
  • Sensitivität = P(Т+|D) — Wahrscheinlichkeit eines positiven Tests bei Krankheit
  • Spezifität = P(Т-|¬D) — Wahrscheinlichkeit eines negativen Tests bei Abwesenheit der Krankheit

Dann wird die Wahrscheinlichkeit der Erkrankung bei positivem Testergebnis (positiver Vorhersagewert) wie folgt berechnet:

[ P(D|T+) = \frac{P(T+|D) \times P(D)}{P(T+|D) \times P(D) + P(T+|¬D) \times P(¬D)} ]

Dabei gilt:

  • P(T+|¬D) = 1 - Spezifität — Wahrscheinlichkeit eines falsch-positiven Ergebnisses

Beispiel:

Wenn:

  • Prävalenz P(D) = 0.01 (1%)
  • Sensitivität = 0.9
  • Spezifität = 0.95

Dann:

[ P(D|T+) = \frac{0.9 \times 0.01}{0.9 \times 0.01 + (1 - 0.95) \times 0.99} = \frac{0.009}{0.009 + 0.0495} \approx 0.153 ]

Das bedeutet, bei einem positiven Testergebnis liegt die Wahrscheinlichkeit, dass die Person tatsächlich krank ist, bei etwa 15,3%.